Der Cocktailparty-Effekt, auch intelligentes oder selektives Hören bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Gehörsinns, bei Anwesenheit mehrerer Schallquellen die Schallanteile einer bestimmten Schallquelle aus dem Gemisch des Störschalls zu extrahieren. Zum Beispiel ist das Gehör auf einer Cocktailparty, wo viele Menschen gleichzeitig sprechen, in der Lage, nur die Worte eines Sprechers wahrzunehmen und die der anderen zu unterdrücken.
via: wikipedia.de
Marble sculpture “Ghost Girl” by Kevin Francis Gray.
Via today and tomorrow
Gerade wurde die Liste der im Jahr 2009 am häufigsten verschriebenen Psychopharmaka in den USA veröffentlich. Auf Platz eins steht, wie auch bereits 2005, ein Medikament gegen Ängste (Xanax). Auch die Plätze 2 und 3 belegen Medikamente gegen Angst- und Panikzustände. Relativ häufig werden auch depressionshemmende Mittel verschrieben.
via: psychcentral.com
1. Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, sich sein Glück zu vermiesen.
2. Glück kommt oft überraschend.
3. Viele Leute sehen ihr Glück nur in der Zukunft.
4. Viele Leute denken, dass Glück bedeutet, reicher oder mächtiger zu sein.
5. Manchmal bedeutet Glück, etwas nicht zu begreifen.
6. Glück, das ist eine gute Wanderung inmitten schöner unbekannter Berge.
7. Es ist ein Irrtum zu glauben, Glück wäre das Ziel.
8. Unglück ist, von den Menschen, die man liebt getrennt zu sein.
9. Glück ist, wenn es der Familie an nichts mangelt.
11. Glück ist, wenn man ein Haus und einen Garten hat.
12. Glück ist schwieriger in einem Land, das von schlechten Leuten regiert wird.
13. Glück ist, wenn man spürt, dass man anderen nützlich ist.
14. Glück ist, wenn man geliebt wird, wie man eben ist.
15. Glück ist, wenn man sich rundum lebendig fühlt.
16. Glück ist, wenn man richtig feiert.
17. Glück ist, wenn man an das Glück der Leute denkt, die man liebt.
18.Glück wäre, wenn man mehrere Frauen gleichzeitig lieben könnte.
(heimliche Ansicht des Helden)
19. Sonne und Meer sind ein Glück für alle Menschen.
aus: Hectors Reise oder die Suche nach Glück
Die Entspannungstechnik nach Jacobson eignet sich sowohl in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern aber auch für Patienten, die unter Depressionen und Ängsten leiden. Angeleitet werden sollte sie nach Möglichkeit von Professionellen. Die Einheit kann jederzeit unterbrochen werden, wenn sich der Klient dabei unwohl fühlt.
Der Klassiker jetzt auch als Hörbuch: Paul Watzlawick - “Anleitung zum Unglücklichsein”
Anteil der Eltern, die ihre Kinder durch Androhung von Strafen zur Mithilfe im Haushalt bewegen können, in Prozent: 8
Anteil der Eltern, die ihre Kinder durch Erhöhung des Taschengeldes zur Mithilfe bewegen können, in Prozent: 20
Anteil der Eltern, die ihre Kinder durch Lob zur Mithilfe bewegen können, in Prozent: 71
via: brandeins.de
Markus Zusak: Die Bücherdiebin
Der Bystander effect (Zuschauereffekt)
Es ist ein Paradoxon: Wir meiden im Dunkeln ängstlich einsame Gegenden und fühlen uns sicher in Menschenmengen, wo - oh Wunschtraum! - Tausende von helfenden Händen bereit sind, uns unter die Arme zu greifen, sollte uns denn einmal das Unglück heimsuchen.
Die wahre Welt aber erzählt andere Geschichten als unser Sicherheitsempfinden. Wenn wir auf sie hören, sollten wir hoffen, dass nur ein Zeuge anwesend ist, wenn wir mit dem Fahrrad kopfüber im Graben landen, eine Herzattacke erleiden oder Opfer eines Gewaltverbrechens werden. Dass uns geholfen wird, ist dann wahrscheinlicher, als befänden wir uns an einem Samstagnachmittag in der Einkaufszone.
Warum das so ist, untersuchten die Sozialpsychologen Latané und Darley. Sie entwickelten einen Fünf-Stufen-Prozess, den jeder Zeuge eines Notfalls durchschreiten muss, bevor er tatsächlich Hilfe leistet. Auf jeder einzelnen Stufe stellt sich die Anwesenheit anderer Menschen als Hindernisfaktor heraus.
1. Den Notfall bemerken
Ein Samstagnachmittag in der Innenstadt. Mütter bugsieren Kinderwägen und quängelnde Kleinkinder durch von hektisch hetzenden Passanten überfüllte Einkaufspassagen. Hier schreit ein Baby, dort buhlen Straßenmusiker um die Aufmerksamkeit der shoppenden Massen. Der Mensch weiß nicht, wohin mit Augen und Ohren – Reizüberflutung. Bestenfalls Scheuklappen aufgesetzt, denn die Zeit ist ohnehin knapp, und Menschenmengen lassen einen ja auch immer ein wenig unangenehm untergehen. Wenn da ein Unglück geschieht, und sei es nur, dass eine Einkaufstasche reißt und sich Äpfel und Tomaten auf den Asphalt ergießen, fällt das entweder gar nicht auf oder die Aufmerksamkeit wird so schnell in eine andere Richtung gelenkt, dass der Einzelne überhaupt nicht registriert: Da braucht jemand Hilfe!
2. Das Ereignis als Notfall interpretieren
Wir kennen diese Situation alle: Ein Obdachloser liegt am Boden, regungslos. Unsicherheit und Ungewissheit greifen um sich – schläft er nur seinen Rausch aus oder ist es vielleicht doch etwas Ernsteres? Nun ist der Mensch ein soziales Wesen, und auf Unsicherheit erfolgt – sofern möglich – automatisch der soziale Vergleich. Egal, ob wir nicht so recht wissen, wie zufrieden wir mit unserer Mathenote sein können oder ob wir Zeuge einer Situation werden, bei der wir uns nicht im Klaren darüber sind, ob es sich um einen Notfall handelt.
Hier hat nun das Phänomen der pluralistischen Ignoranz seinen Auftritt. Nehmen wir an, fünfzig Menschen sehen einen regungslosen Obdachlosen am Boden liegen, fünfzig Menschen sind sich nicht sicher, was hier vor sich geht, fünfzig Menschen gucken sich also zunächst einmal um: Was tun die anderen 49? Die anderen 49 tun scheinbar nichts, also kann das alles ja nicht so schlimm sein. Der Gedanke, dass ja auch andere Leute eventuell unsicher sein könnten, wird übertrumpft von der willkommeneren Erkenntnis: Wenn sich die alle keine erkennbaren Sorgen machen, muss ich das ja auch nicht tun!
3. Verantwortung übernehmen
Nehmen wir an, die Situation ist eindeutig. Der gestürzte Fahrradfahrer liegt in einer Blutlache – da gibt es nicht viel zu interpretieren, Hilfe muss her. Die Anwesenheit vieler Zeugen erzeugt das, was Psychologen Verantwortungsdiffusion nennen. Warum soll ich den Notarzt rufen, wenn die ganze Straße voller Menschen ist, die ein Handy besitzen? Warum soll ausgerechnet ich tun, wozu jeder hier in der Lage ist?
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Menschen durchaus gewillt sind, in Notfällen zu helfen, wenn sie glauben, dass niemand außer ihnen dafür in Frage käme. Sollten wir uns, des Laufens aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums nicht mehr so ganz fähig, eines Nachts zufällig auf einsamen Straßen ein Bein brechen, erklärt sich der Erste, der unseren Weg kreuzt, mit hoher Wahrscheinlichkeit bereit, den Notarzt zu alarmieren. Passiert uns eben dies unter zahlreichen Menschen, kann es gut sein, dass sich niemand verantwortlich fühlt, uns zu helfen.
4. Entscheiden, wie man hilft
Da wirst du plötzlich Zeuge eines Unfalls und dir wird bewusst, dass der Erste-Hilfe-Kurs gefühlte Jahrzehnte zurückliegt und du nicht mehr den blassesten Schimmer davon hast, wie die stabile Seitenlage aussehen sollte. Was ist zu tun, wenn jemand aus dem Mund blutet oder der Arm unnatürlich verdreht absteht? Bist du in einer solchen Situation – ich wünsche das keinem – alleine am Unfallort, wirst du irgend etwas tun und dir dabei die größtmögliche Mühe geben. Sind andere Menschen zugegen, schießt auch automatisch der Gedanke in deinen Kopf, dass unter jenen sicherlich jemand die stabile Seitenlage beherrscht.
5. Helfen
Im Falle, dass du direkt vom Erste-Hilfe-Kurs in einen Unfall schlitterst, kannst du dir die obige Ausrede an den Hut stecken. Sofern du die letzten Stunden nicht verschlafen hast, wirst du hoffentlich wissen, was zu tun ist. Das aber ist noch lange keine Garantie dafür, dass du es tatsächlich tust. Denn die Angst ist groß: Vielleicht mache ich in der Aufregung doch etwas falsch? Jetzt, wo es ernst ist und ich nicht eine Gummipuppe beatmen soll, sondern einen Menschen aus Fleisch und Blut? Die Anwesenheit anderer macht die Entscheidung zu helfen schwerer, denn wie ein unfähiger Idiot dastehen will keiner. Wir sind nun mal nicht alle zum Helden geboren.
Fazit
Ist man sich dieser sozialen Prozesse bewusst, kann man daraus Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen. Darum ist es auch nicht nötig, sich für das nächste unvermeidliche Unglück eine einsame Insel auszusuchen. Schließlich ist es nicht so, dass automatisch nicht geholfen wird, sobald mehr als eine Person zugegen ist, wenn einem Pechvogel etwas zustößt.
Solltest du einmal mit dem Fahrrad in den Graben brettern oder Opfer eines Gewaltverbrechens werden und dann noch dazu in der Lage sein: Sprich die Umstehenden direkt an. Signalisiere ihnen: Ja, das ist ein Notfall, ich brauche Hilfe und lass so gar nicht erst pluralistische Ignoranz aufkommen. Verhindere Verantwortungsdiffussion, indem du mit dem Finger auf einen Menschen zeigst und sagst: „Hey, Sie in dem roten Pullover, können Sie bitte den Notarzt rufen?“
Auch als Zeuge einer nicht ganz einfach zu interpretierenden Situation kann Kommunikation mit anderen Passanten eigene Unsicherheiten reduzieren. Zu zweit oder zu dritt hilft es sich eben doch besser als alleine.
via: neon.de